Tattoopflege nach dem Stechen 2018-01-24T12:22:45+00:00

Tattoopflege nach dem Stechen – Alles rund um die richtige Pflege frischer Tattoos

Keine Frage: Tattoos liegen voll im Trend und sind schon lange nicht mehr den Anhängern bestimmter sozialer Milieus oder Gruppen vorbehalten. Auch hierzulande werden Tätowierungen jeder Art immer beliebter. Von der Wahl des richtigen Motivs, über die Suche nach einem guten Tätowierer bis hin zum Wunsch-Tattoo ist es oft ein langer Weg. Ist das Tattoo dann erstmal auf bzw. unter der Haut, gibt es einige Dinge zu beachten. Damit Ihr Tattoo schnell und problemlos verheilt, muss die betroffenen Hautstelle ausgiebig gepflegt werden. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Pflege und Nachsorge frischer Tattoos ankommt.

1.  Weniger ist mehr: So bereiten Sie sich und Ihre Haut auf die Tätowierung vor

Passionierte Solariengänger oder Sonnenanbeter, sollten bis zu zwei Wochen vor dem Tattoo-Termin auf direkte Sonneneinstrahlung und den Besuch des Solariums verzichten oder die Stelle, die später mit der Nadel bearbeitet werden soll, abdecken oder abkleben. Sowohl die Sonne als auch das Solarium strapazieren Ihre Haut und trocknen sie aus. Wenn Sie sich gar einen Sonnenbrand einfangen, kann erst wieder tätowiert werden, sobald dieser vollständig abgeheilt ist. Auch eine Rasur der entsprechenden Stelle ist, gerade am Tag zuvor, weniger empfehlenswert, da es zu Hautirritationen kommen kann. Überlassen Sie dies lieber dem Tätowierer, denn dieser kennt sich damit besser aus und weiß worauf er achten muss. Auch die Anwendung spezieller Cremes ist in den Tagen vor dem Tattoo-Stechen völlig überflüssig, während des Stechens wird genug „geschmiert“.

2. Pflege und Nachsorge nach dem Stechen

Ist das neue Tattoo einmal gestochen, beginnt der Tätowierer sofort mit der Wundbehandlung:

  • Desinfektion: Um Infektionen und Entzündungen vorzubeugen, wird betroffene Stelle zunächst desinfiziert.
  • Als nächstes wird die lädierte Haut mit einem Wund-Gel behandelt und mit einer sterilen und luftdurchlässigen Wundauflage abgedeckt. So kann die Haut gut abheilen.

Nun ist Ihr Tattoo optimal vor Keimen und der möglichen Reibung durch Ihre Kleidung geschützt. Die Wundauflage sorgt außerdem dafür, dass das Wundsekret aufgefangen wird und die geschädigte Haut sauber bleibt, bis sich die Poren geschlossen haben. Nach 4-5 Stunden können Sie das Tattoo freilegen, es vorsichtig mit klarem Wasser abspülen und anschließend mit einem Küchentuch trocken tupfen. Verzichten Sie vorerst auf den Gebrauch von Handtüchern, Waschlappen oder parfümierten Seifen und cremen Sie Ihr Tattoo stattdessen lieber großzügig mit einer geeigneten Salbe ein. Bei Bedarf können Sie die Hautstelle auch wieder mit einer Wundauflage abdecken.

Tattoopflege: Die richtige Salbe unterstützt die Heilung

Damit Ihr Tattoo richtig abheilen kann, müssen Sie es mit einer speziellen Salbe pflegen:

  • Die Salbe muss dem Prinzip der feuchten Wundheilung folgen.
  • Auf der verletzten Haut sollte sich keine Kruse bilden
  • Die Salbe sollte beim Auftragen weder schmieren noch verkleben
  • Es darf sich kein Fettfilm auf der Haut bilden
  • Achten Sie auch auf den richtigen pH-Wert der Salbe, damit keine Infektionen entstehen und sich auch keine Narben bilden.

Salbe oder Wund-Gel unterstützen den Heilungsprozess und dürfen daher ruhig großzügig und mehrmals am Tag angewendet werden. Um der Bildung von Narben und Rissen entgegenzuwirken, darf ein frisch gestochenes Tattoo auf keinen Fall austrocknen.

Weitere Tipps zur Tattoo-Pflege

Nach etwa drei bis vier Wochen ist das Bild auf Ihrer Haut vollständig abgeheilt und bedarf keiner Sonderbehandlung mehr. Bis es soweit ist, sollten Sie sich allerdings an folgende Verhaltenstipps halten:

  • Meiden Sie das Chlorwasser in Schwimmbädern
  • Verzichten Sie auf den Besuch von Sauna und Solarium
  • Auch Vollbäder und langes Duschen sind weniger empfehlenswert
  • Gehen Sie nicht in die pralle Sonne und vermeiden Sie einen Sonnenbrand
  • Hände weg von parfümierten Seifen oder Duschgels!
  • Lassen Sie es sportlich etwas langsamer angehen und vermeiden Sie starke Schweißbildung

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich die gestochene Haut heiß anfühlt oder spannt, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.