Wie lange sollte ein Tattoo eingecremt werden? 2019-11-27T15:25:59+00:00

Wie lange sollte ein Tattoo eingecremt werden?

Wie lange sollte ein Tattoo eingecremt werden? Tipps zur langfristigen Tattoo-Pflege

Ein Tattoo ist ein Körperschmuck, der Erinnerungen, Aspekte der eigenen Persönlichkeit, die Verbundenheit mit anderen Menschen ausdrücken soll – lebenslang, deshalb wurde ja diese dauerhafte Form des Körperbilds gewählt. Ein Tattoo kann auch wirklich lebenslang halten und an uralten Menschen immer noch schön aussehen, dazu braucht es allerdings nicht nur kurz nach dem Stechen, sondern auch langfristig gute Pflege. Nachfolgend wird erläutert, wie die Wundversorgung des Tattoos nach und nach in die normale Hautpflege integriert wird:

Von Wundpflege zu Hautpflege

Das frische Tattoo stellt eine zwar gewollte, aber dennoch nicht ganz unerhebliche Verletzung der Haut dar – eine frische Wunde, die wie andere Wunden bis zur Heilung medizinisch korrekt behandelt werden möchte. Dazu gehört Schutz der Wunde durch eine Wundabdeckung (heute wird Suprasorb-Folie empfohlen, die nicht mit der Wunde verklebt, mehr dazu siehe www.tattoo-pflegen.de/tattoopflege-und-nachsorge/tattoo-folie. Dazu gehören regelmäßige Reinigung der Wunde und vor allem auch jetzt schon Eincremen. Eincremen mit einer guten und gut verträglichen Wund- und Heilsalbe oder spezieller Tattoo-Nachsorge-Salbe, so häufig, dass die heilende Wunde nie trocken wird und spannt. Aber auch auf keinen Fall zu dick, weil zu viel Heilsalbe das Abheilen des Tattoo eher stört als fördert. Außerdem braucht die Haut mit dem Tattoo eine besondere vorsichtige Behandlung, in vielfacher Hinsicht – wie Sie Ihr Tattoo in der ersten, empfindlichen Zeit pflegen und schützen, wird im Artikel www.tattoo-pflegen.de/tattoopflege-und-nachsorge/tattoopflege-nach-dem-stechen genau erklärt.

Bis das Tattoo vollständig abgeheilt ist und keine Spur von Schorf mehr zu entdecken ist, bleibt diese tägliche Routine im wesentlichen gleich. Je mehr die Wundheilung allerdings von der ganz frischen, ev. nässenden Phase in die Schorfbildung übergeht, desto mehr kommen auch die gewohnten Charakteristika Ihres Hauttyps wieder zum Vorschein. Das bedeutet:

  • Bereits in der Phase der Schorfbildung tut es Ihrem Tattoo sehr gut, wenn Sie aufmerksam beobachten, wie viel Creme wirklich notwendig ist
  • Bleiben Sie nicht „blind“ beim Schema der ersten Tage mit 3 bis 4 mal (oder bei sehr trockener Haut öfter) eincremen
  • Sondern fangen Sie langsam damit an, die Creme-Dosis genau anzupassen
  • Der Schorf soll durchfeuchtet und geschmeidig bleiben; Risse im Schorf können im schlimmsten Fall zu Narbenbildung führen
  • Er soll sich aber auch nicht mit Creme „vollsaugen„, weil die inneren (unteren) Hautschichten dann schlecht mit Sauerstoff versorgt werden

Wenn ihre Haut dazu neigt, dicke Schorfschichten zu bilden, sollten diese mehrmals am Tag dünn eingecremt werden. Wenn sich über zarter, gleichmäßiger Haut nur eine dünne, lockere Schorfschicht bildet, ist diese mit Eincremen morgens und abends meist bestens versorgt. Etwas mehr Creme ist immer dann fällig, wenn Sie die erste Spannung der Haut spüren.

Verheiltes Tattoo: Wie oft und wie lange eincremen?

Wenn nach ein paar Wochen der letzte Schorfrest abgefallen ist und sich das Tattoo langsam ganz genau so anfühlt wie ihre normale Haut, braucht diese geheilte Haut nicht mehr ganz so viel Vorsicht.

Erfahrungsgemäß kommt diese schöne, glatte Haut mit dem wunderbar nuancierten Tattoo jetzt ohnehin viel an die Luft, weil das Tattoo nun allen Freunden vorgeführt wird. Das ist gut so, frische Luft stärkt die noch zarte Haut, alle anderen „Einwirkungen“ sollten aber noch sehr vorsichtig dosiert werden. Denn die junge Haut braucht noch viel Ruhe, schon ein ausgedehnter Aufenthalt im Schwimmbecken oder „stundenlanges“ Duschen können sie irritieren; und vom ausgiebigen, bewegungslosen sonnenbaden in heißer Sonne sollten Sie sich ohnehin verabschieden.

Vor allem sollte diese frisch geheilte Haut nicht auf das Eincremen verzichten müssen, denn das trägt dazu bei, das Tattoo möglichst lange genau so schön zu erhalten. Sie können die gewählte Wund- und Heilsalbe ruhig weiter benutzen, eine Wundcreme ist ja nichts anderes als eine Hautcreme, die die Haut möglichst optimal versorgt und durchfeuchtet. Wenn Sie normalerweise eine besondere Creme benutzen, die perfekt auf die Bedürfnisse ihrer Haut zugeschnitten ist, können Sie diese langsam auch bei der Pflege des tätowierten Bereichs wieder einbeziehen – in aller Regel wird sie auch hier gut vertragen werden und gute Pflege gewährleisten (auch hier gilt allerdings: jetzt ist nicht der Zeitpunkt, neue Produktvarianten oder auch nur die neue Produktlinie mit exotischen Düften auszuprobieren).

Wenn Sie bisher wenige Gedanken an Eincremen verwendet haben, wird es nun Zeit für regelmäßige Hautpflege, zumindest für die Haut mit dem Tattoo. Wobei eine noch nicht mit diversen, wechselnden Cremes überpflegte Haut meist sehr dankbar auf jede normale, günstige Hautpflege oder Bodylotion mit möglichst natürlichen Zutaten reagiert. Wie oft Sie cremen sollten, hängt von der speziellen Bedürfnissen Ihrer Haut ab. Zarter, empfindlicher Haut tut tägliches Eincremen mit einer Feuchtigkeitscreme ohne reizende Inhaltsstoffe gut; robuste, durch den eigenen Stoffwechsel gut versorgte Haut muss nur jeden zweiten Tag oder alle paar Tage eingecremt werden.

Die Antwort auf die Frage, wie lange man ein Tattoo eincremen sollte, lautet aber ganz klar: Am besten lebenslang, weil es ja auch lebenslang schön bleiben soll.

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Hauptfeind: Brennende Sonne

Oben wurde bereits angedeutet, dass langes, regungsloses Schmoren in der Sonne nicht gut für die Haut mit dem Tattoo ist. Das gilt aber für jede Haut, und damit ist auch nicht gemeint, dass Sie Ihr zukünftiges Leben im Schatten verbringen sollen. Denn Sonne bringt nicht nur sonnige Stimmung, sondern der UVB-Anteil des Sonnenlichts wird für die körpereigene Vitamin-D-Synthese in der Haut benötigt.

Auch tägliche, kurze Aufenthalte in der Sonne sind also völlig in Ordnung, solange die Haut durch eine Sonnencreme mit angemessenem Lichtschutzfaktor ausreichend geschützt wird (die immer noch genug UVB-Strahlung zur Produktion der Vitamin-D-Vorstufen durchlässt). Es ist nur besonders wichtig, dass die Haut mit dem Tattoo nicht exzessiv „gebräunt“ wird – tätowierte Haut bekommt leichter Sonnenbrand und UV-Licht wirkt bleichend, lässt also die Farben des Tattoos verblassen.

Wenn Sie immer eine Tube Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 in der Tasche haben und ansonsten Ihre Haut gut mit Feuchtigkeit versorgen, sind das die besten Voraussetzungen, dass das Tattoo für immer gestochen scharf bleiben wird.

Beitragsbild © Artem Markin / Adobe Stock

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