Tattoo nachstechen lassen 2019-11-27T15:11:33+00:00

Tattoo nachstechen lassen? Alles was Sie wissen müssen

Tätowierungen werden immer beliebter. Menschen unterschiedlicher Altersklassen lassen sich tätowieren. Der Anteil tätowierter Menschen ist in der Altersklasse der 25- bis 34-Jährigen mit 22 Prozent am größten. Wurde eine Tätowierung nicht sachgemäß ausgeführt, kann sie nachgestochen werden. Sie können eine Tätowierung auch nachstechen lassen, wenn sie nicht richtig gepflegt wurde, im Laufe der Zeit verblasst oder die Farbe nach dem Stechen fehlt.

Nachstechen als Schadenersatz

Sind Sie mit einer Tätowierung nicht zufrieden, da das Motiv nicht so wie vereinbart aussieht, können Sie Schadenersatz im Tattoo-Studio einfordern. Das ist jedoch nicht immer einfach. Zuvor ist ein Gutachten erforderlich. Gegebenenfalls kann der Fall vor Gericht geklärt werden. Das ist mit Kosten verbunden. Um den Fehler zu korrigieren, darf der Tätowierer erneut zur Nadel greifen und die Tätowierung nachstechen. Laut einem Urteil des Amtsgerichts München handelt es sich bei einer Tätowierung um einen Werksvertrag. Ist die Leistung fehlerhaft, kann eine Nachbesserung erfolgen. Nur dann, wenn die Nachbesserung nicht gelingt, kann der Kunde das Tätowierstudio zu Schadenersatz verklagen. Im konkreten Fall hatte sich eine Frau mit 17 Jahren tätowieren lassen und behauptet, das Tattoo wäre schief. Sie verlangte eine Entfernung der Tätowierung mit Laser, die der Betreiber des Studios jedoch ablehnte. Er behauptete, die Kundin hätte versucht, die Tätowierung selbst zu entfernen. Er erklärte sich jedoch zu einer Nachbesserung bereit. Mittlerweile volljährig, wollte die Frau ihre Ansprüche vor Gericht durchsetzen. Sie verlangte das Geld für die Tätowierung zurück und wollte zusätzlich das Geld für die Laserbehandlung erstattet bekommen. Dabei argumentierte sie, dass sie zum Zeitpunkt der Tätowierung noch minderjährig war. Die Richter urteilten, dass es keinen Zweifel an der Einsichts– und Urteilsfähigkeit gab und der Vertrag wirksam sei, da die Frau die Tätowierung mit eigenen Mitteln bezahlt hatte.

Nachstechen als Behelfsmethode zum Entfernen einer Tätowierung

Das Entfernen einer Tätowierung kann mit Laser oder mit einer Operation erfolgen. Auch die Entfernung mit hochkonzentrierten Säuren, die in die Haut gespritzt werden, um durch eine Entzündung die Farbpartikel aus der Haut zu leiten, ist möglich. Der Nachteil dieser Methoden liegt im Risiko und in der Narbenbildung. Eine Alternative ist das Nachstechen des Ornaments mit einem anderen Motiv genannt Cover-Up. Bei großflächigen Motiven ist das jedoch schwierig. Es erfordert besonderes Farb-und Formgefühl des Tätowierers.

Weitere Gründe für das Nachstechen von Tätowierungen

Nicht jeder, der eine Tätowierung ausführen lässt, muss sie nachstechen lassen. Ein Nachstechen kann aus verschiedenen Gründen jedoch sinnvoll sein:

  • Farbe verblasst im Laufe der Zeit
  • Farbe hält nach dem Tätowieren nicht gut in der Haut
  • Tätowierung wurde nicht richtig gepflegt
  • Farbe wurde durch Blutungen während des Stechens nicht genügend aufgenommen.

Ob ein Nachstechen erforderlich ist, hängt von der Beschaffenheit der Haut und von der Körperstelle ab. An Körperstellen, die stark beansprucht werden, kann das Nachstechen erforderlich werden. Wurden die Pflegehinweise des Tätowierers nicht beachtet, da der Kunde schon kurz nach der Ausführung das Solarium besucht oder ein Vollbad genommen hat, kann die Tätowierung geschädigt werden. In der Heilphase bilden sich an der Tätowierung Krusten. Juckreiz während des Heilungsprozesses ist normal. Kratzen Sie, kann die Tätowierung beschädigt werden. Ein Nachstechen kann unumgänglich werden.

Kosten für das Nachstechen

Bei der Frage, wer die Kosten für das Nachstechen trägt, kommt es darauf an, ob der Kunde die Beschädigung der Tätowierung selbst verursacht hat, ob die Tätowierung unsachgemäß ausgeführt wurde oder ob die Farbe von der Haut nicht angenommen wurde. Der Kunde muss das Nachstechen bezahlen, wenn er den Schaden selbst verursacht hat. Liegt die Schuld beim Tätowierer, muss er die Kosten für das Nachstechen tragen. Wurde die Farbe nicht gut von der Haut angenommen, übernimmt das Tätowierstudio die Kosten häufig aus Kulanzgründen. Einige Tätowierstudios setzen für das kostenlose Nachstechen eine Frist von sechs bis acht Wochen nach dem Stechen. Innerhalb dieser Zeit kann die Tätowierung begutachtet werden. Ist ein Nachstechen erforderlich, wird ein Termin vereinbart. Grundsätzlich kann das Nachstechen erst dann erfolgen, wenn die Tätowierung komplett abgeheilt wird. Je länger die Zeit der Tätowierung zurückliegt, desto zeitintensiver und teurer ist das Nachstechen. Die gesamte Tätowierung oder Teile davon können nachgestochen werden.

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Nachbehandlung und Pflege nach dem Nachstechen

Nach dem Nachstechen muss die gleiche Pflege erfolgen wie nach einer frisch gestochenen Tätowierung. Der Tätowierer trägt eine Pflegecreme auf die Tätowierung auf und legt eine Folie darüber. Am nächsten Tag kann die Folie entfernt werden. Sie sollten in den ersten zwei Wochen nach dem Nachstechen keinen Sport treiben, da die Haut durch Schweiß gereizt werden könnte. Solange die nachgestochene Tätowierung nicht abgeheilt ist, sollten Sie nicht in die Sauna, ins Solarium oder ins Schwimmbad gehen.

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http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/tattoo-studie.pdf

https://www.safer-tattoo.de/risiken.html

https://www.n-tv.de/ratgeber/Taetowierer-darf-nachstechen-article6091601.html

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/486052/ob-skalpell-saeure-laser-narben-laesst-tattoo-kaum-entfernen.html

https://www.dr-gumpert.de/html/nachbehandlung_tattoo.html#c211526

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