Häufig gestellte Fragen 2018-01-31T14:18:24+00:00

FAQ „Tattoopflege“

Häufig gestellte Fragen zur richtigen Pflege einer Tätowierung

Sie haben sich gerade tätowieren lassen oder spielen mit dem Gedanken, sich ein Tattoo stechen zu lassen, sind aber unsicher, worauf Sie bei der Nachsorge und Pflege einer Tätowierung achten müssen? Im Folgenden erhalten Sie Antworten auf gängige Fragen rund um die Pflege und Nachsorge (frischer) Tattoos.

  • Wieso ist die richtige Pflege überhaupt so wichtig?

    Wer seine Haut unmittelbar nach dem Stechen eines Tattoos ausgiebig pflegt, kann damit nicht nur Infektionen und Entzündungen vorbeugen, sondern sorgt auch dafür, dass die Wunde optimal verheilen kann. Außerdem können Sie so der Krustenbildung und dem Entstehen unschöner Narben effektiv entgegenwirken. Denn nur mit der optimalen Nachsorge und Pflege bleiben die Farben und Konturen Ihres Tattoos lange erhalten und Sie haben dauerhaft Freude an Ihrer Tätowierung.
  • Wie bereite ich meine Haut optimal auf die Tätowierung vor?

    Um Ihre Haut bereits im Vorfeld auf den Besuch im Tattoo-Studio vorzubereiten, empfiehlt es sich bis zu zwei Wochen vor dem Stechen, auf Solarienbesuche zu verzichten und die Haut nach Möglichkeit keiner direkten UV-Strahlung auszusetzen. Die Haut wird dadurch nicht nur empfindlicher und trocknet aus, vielmehr müssen Sie Ihren Tattoo-Termin im Falle eines Sonnenbrandes sogar verschieben. Darüber hinaus ist es nicht erforderlich, die Haut vorher einzucremen oder zu rasieren. Überlassen Sie das Entfernen der Haare lieber Ihrem Tätowierer.
  • Wie lange braucht ein frisches Tattoo zum Abheilen?

    Generell dauert es zwischen 3 Wochen und 3 Monaten, bis die frisch tätowierte (und damit verletzte) Hautstelle völlig abgeheilt ist. Allerdings ist dieser Zeitraum individuell unterschiedlich. Wie schnell die Wundheilung im Einzelfall vonstattengeht, hängt zuletzt auch davon ab, wie ernst Sie die Pflege Ihres Tattoos nehmen. Je besser Sie Ihr Tattoo pflegen, desto schneller und reibungsloser verläuft auch der Heilungsprozess. Versuchen Sie außerdem die tätowierte Hautstelle so wenig wie möglich zu reizen.
  • Wie pflege ich die Haut nach dem Stechen?

    Die Folie, mit der die meisten Tätowiere die entsprechende Hautstelle nach der Tätowierung zunächst abdecken, können und sollten Sie nach wenigen Stunden (6-8) abnehmen, damit Luft an die Wunde kommen kann. Von nun an sollten Sie Ihr neues Tattoo mehrmals täglich mit klarem Wasser und einem pH-neutralen Wasch-Gel, reinigen, desinfizieren und eincremen, um so den Prozess der so genannten „feuchten Wundheilung“ in Gang zu setzen. Verwenden Sie hierfür idealerweise eine handelsübliche Wund- und Heilsalbe oder eine spezielle Tattoo-Lotion. Tupfen Sie die Stelle zunächst mit einem fusselfreien Handtuch (kein Waschlappen) trocken und achten Sie unbedingt darauf, sich gründlich die Hände zu waschen, bevor Sie Ihr Tattoo anfassen.
  • Muss ich das Tattoo zu Beginn mit einer Folie abdecken?

    Unter Tätowierern ist es üblich, die frische Tätowierung vorübergehend mit einer Folie abzudecken, die Sie aber besser nach 6-8 Stunden wieder entfernen. Nur so kann Luft an die frische „Wunde“ kommen. Möchten Sie Ihr Tattoo nachts oder während des Duschens vor Fusseln und keinem schützen, kommt nur eine Spezialfolie oder ein spezielles Dusch-Pflaster als Schutz in Frage.
  • Kann ich mit einem frischen Tattoo schwimmen oder baden gehen?

    In den ersten Wochen sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung und den Besuch des Solariums unbedingt vermeiden! Da die frisch tätowierte Haut sehr empfindlich ist, riskieren Sie einen Sonnenbrand und somit ein Verblassen oder gerade Abpellen des Tattoos. Auch später sollten Sie Ihr Tattoo unbedingt vor UV-Strahlung schützen und bei Bedarf mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 50+) eincremen.
  • Ab wann kann ich mit einem neuen Tattoo wieder Sport treiben?

    Die ersten paar Wochen nach dem Stechen eines Tattoos sind für ausgiebige Workouts eher ungeeignet. Zwar ist gegen moderate Bewegung auch mit einer frischen Tätowierung prinzipiell nichts einzuwenden. Extremsport und schweißtreibende, intensive Trainingseinheiten sollten Sie jedoch für ca. 2 Wochen aus Ihrem Sportprogramm streichen.
  • Welche Kleidung ziehe ich nach einer frischen Tätowierung am besten an?

    Verzichten Sie während des gesamten Abheilungsprozess darauf, allzu enge Kleidung zu tragen, da diese scheuern und die tätowierte Hautstelle zusätzlich reizen und eine Entzündung hervorrufen kann. Ratsam ist, einen leichten Baumwollstoff über der Tätowierung zu tragen. Dieser ist leicht zu waschen, bildet keine Fusseln und nimmt eventuelle Wundflüssigkeiten auf.
  • Meine Kleidung klebt an meinem Tattoo fest - was jetzt?

    Insbesondere beim Tragen zu enger Kleidung, kann es vorkommen, dass Ihr Tattoo an der Kleidung kleben bleibt. Gehen Sie dann wie folgt vor:

    1. Weichen Sie die entsprechende Stelle mit Wasser ein. Die Temperatur sollte lauwarm sein.
    2. Lösen Sie dann die Kleidung ganz vorsichtig von der Haut ab.
    3. Versuchen Sie auf keinen Fall den Stoff mit Gewalt abzureißen!

  • Welche Komplikationen & Beschwerden sind nach dem Tattoo-Stechen normal?

    Keine Frage: Eine Tätowierung ist keine Wellness-Behandlung. Demzufolge ist es noch kein Grund zur Beunruhigung, wenn das neue Tattoo zu jucken beginnt oder Schwellungen und leichte Hautirritationen auftreten. Schließlich handelt es sich bei Ihrem Tattoo um eine frische Wunde, die erst verheilen muss.
  • Meine Haut hat sich entzündet - was nun?

    Bei der Wahl eines qualifizierten Tattoo-Studios und der richtigen Pflege kommt es nur sehr selten zu Entzündungen frischer Tätowierungen. Stellen Sie dennoch fest, dass sich Ihre Haut entzündet hat, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Tätowierer sprechen oder sogar einen Arzt aufsuchen. Selbstversuche sollten Sie hingegen lieber unterlassen.
  • Was mache ich, wenn meine Haut allergisch auf das neue Tattoo reagiert?

    Die Tinte, die beim Stechen eines Tattoos verwendet wird enthält einige Substanzen, auf die Ihr Körper allergisch reagieren kann. Insbesondere die Farben mit Metallverbindungen stehen im Verdacht eine Tattoo-Allergie auszulösen. Sollten sich also Ekzeme oder Quaddeln auf Ihrer Haut bilden oder Sie en Verdacht haben, dass Sie allergisch auf die Farbpigmente reagieren, ist ein Arztbesuch auf jeden Fall ratsam.
  • Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

    Leichte Schwellungen und Hautreizungen sind nach dem Stechen eines Tattoos nichts Ungewöhnliches. Suchen Sie jedoch schnellstmöglich einen Arzt auf, wenn
    • Sie merken, dass es auf Ihrem Tattoo zu einer Krustenbildung kommt
    • sich die Wunde extrem heiß anfühlt, spannt oder stark anschwillt
    • das Tattoo ungewöhnlich stark zu jucken beginnt (ein leichter Juckreiz ist normal)
    • allergische Reaktionen wie Ekzeme oder Quaddeln auftreten

    Kontaktieren Sie am besten auch Ihren Tätowierer, um Informationen über die Inhaltsstoffe der verwendeten Farben zu bekommen.

  • Mein Tattoo ist verheilt. Was muss ich tun, damit ich lange Freude an meinem Motiv habe?

    Damit die Farben Ihres Tattoos auch noch nach Jahren genauso strahlen wie am ersten Tag, ist es sinnvoll, Ihre Tätowierung regelmäßig mit einer Feuchtigkeitscreme einzucremen und auch weiterhin direkte Sonneneinstrahlung zu meiden bzw. für ausreichend Sonnenschutz zu sorgen.

Häufig gestellte Fragen zur Tattooentfernung

Sie haben genug von Ihrem alten Tattoo und möchten es gerne wieder entfernen lassen, wissen aber nicht genau, WIE? … oder Sie haben sich bereits über die Verfahren der Tattooentfernung informiert, sind aber unsicher, welche Methode die Richtige ist. Wir haben die wichtigsten Fragen rund um die Entfernung von Tattoos für Sie zusammengestellt.

  • Welche Möglichkeiten gibt es, eine alte Tätowierung wieder entfernen zu lassen?

    Wer sich an seiner alten Tätowierung satt gesehen hat, dem stehen inzwischen verschiedene Verfahren der Tattooentfernung zur Verfügung:

    So besteht beispielsweise die Möglichkeit, das Tattoo per Laser entfernen zu lassen. Hierbei werden die Farbpigmente der Tinte zunächst mit dem Laser zerstört und schließlich über die Lymphbahnen ausgeschieden. Nach einem umfangreichen Vorgespräch sind in der Regel mehrere monatliche Behandlungen erforderlich, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Darüber hinaus kommen auch chemische Fruchtsäure-Peelings zur Entfernung eines Tattoos in Frage. Allerdings handelt es sich hierbei um stark ätzende Stoffe, weswegen der Heilungsprozess entsprechend lange dauert und es ebenfalls zu Hautveränderungen kommen kann. Eine weitere Alternative, um eine alte Tätowierung wieder loszuwerden, ist das Stechen eines neuen Tattoos (Cover-Up).

  • Wie schmerzhaft ist eine Tattooentfernung per Laser?

    Das am häufigsten genutzte Verfahren zur Entfernung Tattoos ist zweifelsohne die Tattooentfernung per Laser. Jeder, der sich bereits ein oder mehrere Tattoos hat stechen lassen, kann sich vorstellen, dass auch das Weglasern eines alten Tattoos keine Wellness-Behandlung ist. Wie beim Tattoo-Stechen, ist es auch individuell unterschiedlich, wie stark die Schmerzen im Rahmen einer Laserbehandlung empfunden werden. Viele Patienten vergleichen den Schmerz mit dem Schnippen eines Gummibandes auf der Haut. Im Zweifelsfall können vor der Behandlung Schmerzmittel eingenommen oder eine betäubende Creme aufgetragen werden.
  • Wie teuer ist eine Tattooentfernung und übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für die Behandlung?

    In der Regel ist das Weglasern eines alten Tattoos teurer als das Stechen. Das liegt vor allem daran, dass für gewöhnlich mehrere Sitzungen nötig sind, bis das Tattoo vollständig entfernt werden kann. Abhängig von der Größe und Farbe des zu entfernenden Tattoos kommen hierbei zwischen 100 und 400 Euro pro Sitzung auf Sie zu. Die Tattooentfernung ist ein ästhetisch-kosmetischer Eingriff, weswegen die Krankenkassen nur dann für die Behandlung aufkommen, wenn die Entfernung des Tattoos aus medizinischen Gründen notwendig ist.
  • Wie wichtig ist die Nachsorge im Anschluss an eine Laserbehandlung und worauf muss ich bei der richtigen Pflege nach der Tattooentfernung achten?

    Um den natürlichen Heilungsprozess der Haut zu beschleunigen und Komplikationen (z.B. Infektionen) vorzubeugen, ist die richtige Hautpflege im Anschluss an die Tattooentfernung enorm wichtig. Da die Haut nach einer Laserbehandlung häufig noch wund ist, muss sie wie eine kleine Schürfwunde regelmäßig desinfiziert werden. Auf keinen Fall sollten Sie die entstehende Kruste abkratzen. Versuchen Sie stattdessen, die betroffene Hautstelle trocken zu halten und vor möglichen Keimen zu schützen. Außerdem sollten Sie die Haut in der Zeit unmittelbar nach der Behandlung schonen. Verzichten Sie also auf Schwimmbad- und Sauna- und Solarienbesuche und vermeiden Sie intensive UV-Strahlung. Die Haut ist in dieser Zeit besonders empfindlich. Auch längeres Duschen sowie Vollbäder sind nach der Tattooentfernung nicht zu empfehlen. Gleiches gilt für anstrenge körperliche Aktivitäten und den Besuch des Fitnessstudios.
  • Ich habe gehört, dass man ein Tattoo auch ganz leicht mit einem chemischen Peeling oder mit Salz entfernen kann. Was ist von dieser Behandlung zu halten?

    Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, Ihr Tattoo selbständig mit einem Salz-Peeling zu entfernen! Die Haut wird dabei unnötig gereizt und, da sich die Tinte Ihrer Tätowierung in den tieferliegenden Hautschichten befindet, ist Salz ohnehin nicht zur Entfernung eines Tattoos geeignet. Anders sieht das bei chemischen Peelings aus. Hier kommen stark ätzende Substanzen wie beispielsweise Fruchtsäure zum Einsatz, mithilfe derer zunächst die unteren Hautschichten freigelegt werden. Im Anschluss daran können die Farbpigmente mit einem Sandstrahl oder anderen Chemikalien entfernt werden. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre Haut durch die Fruchtsäure stark angegriffen wird und sich auch nachträglich verändern kann.
  • Eigentlich möchte ich mein Tattoo nicht entfernen lassen, aber die Farben sind verblasst und auch das Motiv gefällt mir nicht mehr so wie am Anfang. Was kann ich tun?

    Auch wenn man sich ein Tattoo mit dem Gedanken stechen lässt, dass es die Haut viele Jahre lang schmücken wird, kann es dennoch vorkommen, dass man sich im Laufe der Zeit am Motiv satt sieht oder die Farben verblassen und die Tätowierung somit nicht mehr so strahlt wie am ersten Tag. Viele Tattoo-TrägerInnen entscheiden sich in diesem Fall dafür, sich eine neue, größere Tätowierung stechen zu lassen. Ein so gennanntes Cover-Up wird ca. 1mm tief in die Haut eingeritzt und soll das alte Motiv verdecken. Die Technik sollte nur von sehr guten Tätowierern mit ausreichend Erfahrung durchgeführt werden.