Blackout Tattoos 2019-09-25T13:12:28+00:00

Blackout Tattoos: Ist Schwarz etwa das neue Bunt?

Blackout heißt der neue Körperkult, bei dem Dermatologen entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Doch zu den Risiken kommen wir später. Bei Blackout Tattoos wird die Haut einzelner Körperstellen komplett schwarz gefärbt. Noch vor einigen Jahren dienten die großflächigen Tätowierungen dazu, als Cover Up Tattoos ungeliebte oder missglückte Stichwerke zu überdecken. Wenig spektakulär, aber auffällig ragte zum Beispiel ein komplett schwarzer Arm aus dem T-Shirt hervor, zu sehen überwiegend bei Männern. Inzwischen hat dieser Stil eine ganze eigene Ästhetik und Qualität gewonnen und wird langsam gesellschaftsfähig.

Gefährlicher Trend oder attraktive Komplettlösung?

Grafische Blackout Tattoos verwandeln den Körper in ein ausdrucksstarkes Gesamtkunstwerk. Muster, feine Linien oder gespiegelte Tribals durchbrechen die schwarzen Flächen und zaubern unglaubliche Effekte auf die Haut. Ein solches Tattoo wirkt wie eine zweite Haut und wird nicht selten wie ein Kleidungsstück getragen. Gestaltete Blackout Tattoos sind aus den Tribals entstanden, indem die gefüllten Areale immer größer wurden. Weil die gleichmäßigen Kunstwerke mit integrierten Mustern sehr apart aussehen können, entscheiden sich auch immer mehr Damen für diese Form des bleibenden Körperschmucks.

Das Tätowieren von Flächen ist keineswegs kinderleicht und darf nicht mit „ausmalen“ verwechselt werden. Blackout Tattoos erfordern höchste Präzision und Sachkenntnis, um ein homogenes Ergebnis zu erzielen. Der Zeit-, Schmerz- und Kostenfaktor ist enorm. Ein Nachstechen ist in den meisten Fällen unvermeidbar. Der Blackout Stil wird bei Frauen und Männern immer beliebter, doch noch fehlen ausreichend geschulte Blackout-Spezialisten. Es lohnt sich, nach den Besten der Branche Ausschau zu halten, damit Sie nicht in einigen Jahren großflächige Laserbehandlungen über sich ergehen lassen müssen.

Blackout Tattoos Millimetergenau: Schwarzmalerei in seiner schönsten Form

Auf den ersten Blick wirkt ein Blackout Tattoo düster, auf den zweiten Blick überwiegt die Faszination. Das ausdrucksstarke Ergebnis der großflächigen Hautabdeckung mit schwarzer Farbe wird durch ein erstaunlich simples Konzept erreicht: Aufmerksamkeit durch Minimalismus. Wobei sich der Minimalismus auf die nicht vorhandene Gestaltungsvielfalt bezieht: Eine schwarze Fläche ist eine schwarze Fläche – nicht mehr und nicht weniger. Die extremste Variante ist ein Full Body Blackout Tattoo, das nur sehr wenige Menschen weltweit tragen. Wer es gemäßigter und verspielter mag, kann die schwarzen, meist scharf abgegrenzten Areale filigran durchbrechen lassen oder sich für übergroße Tribals und grafische Ornamente entscheiden.

Blackout Tattoos sind keine neumodische Erfindung, sondern haben eine jahrhundertealte Tradition. Japaner und vor allem die Maoris sind die Vorreiter. Seit jeher gehört es zur Kultur dieser alten Völker, Stammes- und Kraftsymbole in Form von großflächigen Tattoos zu tragen. Arme, Beine, Brust sowie Teile des Gesichts und des Rückens werden hierbei komplett schwarz gefärbt. Aussparungen, Kreise, Streifen und Muster dienen der Unterscheidung und wirken wie ein individueller Fingerabdruck. Dass der Trend inzwischen bei uns angelangt ist, verdanken wir unter anderem Tattoo-Meister Chester Lee aus Singapur, der in der Szene unangefochtenen Kultstatus genießt.

Risiko Blackout Tattoo: Nicht nur Dermatologen sehen schwarz

Durchaus als Nachteil für ein großflächiges Blackout Tattoo gelten die hohen Kosten, die Schmerzen und der extreme Zeitaufwand aufgrund der erforderlichen Mehrfachsitzungen. Unmengen tiefschwarze Farbpigmente werden in die obere Hautschickt eingebracht, um eine gleichmäßige Fläche zu schaffen. Die Farbmenge kann problematisch für empfindliche Personen werden und zu allergischen Reaktionen führen. Trotz höchster Qualität handelt es sich bei den Spezialtinten um körperfremde Schadstoffe, die der Organismus bekämpft. Überschüssige Farbe lagert sich in den Lymphknoten ab. Bei Blackout Tattoos kommt im Vergleich zu herkömmlichen Tattoos ein enormer Überschuss zusammen.

Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht, aber dass tiefschwarze Lymphknoten nicht gesund sein können, liegt auf der Hand. Die großflächige Hautverletzung selbst kann zu Kreislaufproblemen führen. Je umfangreicher die tätowierte Fläche ist, desto wahrscheinlicher sind mögliche Nebenwirkungen. Deshalb muss die Entscheidung für ein Blackout Tattoo wohlüberlegt und bestenfalls mit dem Hausarzt abgestimmt sein. Und was, wenn Ihnen das plakative Schwarz irgendwann nicht mehr gefällt? Die Entfernung eines Blackout Tattoos ist möglich, jedoch deutlich aufwändiger und teurer als die Entfernung eines kleinen Arschgeweihs.